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Sport statt Gewalt

Früh übt sich

Sport und Spaß statt Gewalt

Projekt von Bundespolizei, Reitweiner Sportverein Rot-Weiß und Kinderring erlebte seine fünfte Saison

Reitwein:„Sport statt Gewalt„ hieß es gestern zum fünften mal auf dem Sportplatz von Rot-Weiß Reitwein. Ein gemeinsam von Bundespolizei, Kinderring Neuhardenberg und Verkehrswacht Seelow organisiertes Sportfest, bei dem deutsche und polnische Kinder und Jugendliche viel Spiel und Spaß hatten. Der alles verbindende Gedanke dabei. Sport statt Gewalt- über Landesgrenzen hinweg.

Fußball auf dem Groß- und Kleinfeld, Beachvolleyball, Tischtennis, Geschicklichkeitsslalom- diese Disziplinen standen zur sportlichen Betätigung zur Auswahl. Und was den Fußball angeht so hatten sich Toni, Mittelfeldspieler, und Tilman, Libero, bei den D-Junioren von Victoria Seelow ganz fest vorgenommen: „ Unsere Mannschaft gewinnt!„ Im Laufe des Nachmittags würden sie gegen ein Team von Rot-Weiß Reitwein antreten, erzählten die Beiden. „Wir haben bisher immer gegen Reitwein gewonnen. Da wird es auch diesmal klappen„, War Toni felsenfest überzeugt. Er kenne sowohl den Platz von den Spielen und auch die Umgebung des Reitweiner Sporns von einem Trainingslager her. Auf Sieg setzten auch Moris, Rico und Patrick vom Jugendclub Rathstock. Auf den vierten Mann warteten sie noch, um auf dem Beachvolleyballplatz anzutreten. „Wir haben auf dem Außengelände unseres Jugendklubs einen Volleyballplatz, wo wir jeden Nachmittag baggern, pritschen und schmettern. „Verlier’n tun wir heute nicht„, war Patrick zuversichtlich. Gewinnen wollten auch die Jungs von Stanislaw Gorzelak aus Kostryn. Er war mit einer Mannschaft aus 13- und 16 jährigen Fußballern vom dortigen Sportverein „Celulova„angereist. Bevor Jacek und Michal jedoch ihre Trikots und Töppen drüberstreiften, testeten sie Spezialgurtschlitten, Bremsimulator und Rauschbrillenparcours der Verkehrswacht- und hatten viel Spaß dabei. Erst Crash, dann Überschlag, wie es bi einem Unfall passieren könnte, simulierten beide auf dem Spezialgurtschlitten. Als sie aus dem roten Golf stiegen, war Jacek doch ein bisschen blass im Gesicht. Michal dagegen probierte zum Gaudi seiner Fußballfreunde gleich mal den Rauschbrillenparcours aus. Dabei setzt mal eine Brille auf die einen Alkohol-Promille-Zustand zwischen 1,3 und 1,6 Promillie simuliert. Der Brillenträger schwankt dabei auf einer Linie entlang, versucht sich in einem Schlangenlauf um kleine Kegel zu winden und muss zum Schluß noch über ein Hindernis steigen. Die „ Rauschbrille„ beeinträchtigt das Gehvermögen so stark, als hätte der Täger zu viel Alkohol getrunken, erläuterte Sylvia Reisberg von der Seelower Verkehrswacht. Wer kennt sich schon im Rauschzustand? Whrend das Opfer mit den Tücken des Parcours kämpfte, sparten die umstehenden Beobachter nicht mit frotzelden Bemerkungen.
„Sport statt Gewalt„, ergänzt von der Verkehrswacht mit „Gegen Gewalt im Straßenverkehr„. „1999 haben wir dieses Projekt sozusagen getestet. Jetzt sind wir im fünften Jahr. Kein anderes Präventationsvorhaben der Bundespolizei, früher BGS, gibt es bundesweit so lange„, betont ihr Angehöriger Detlef Schieberle. Er gehört wie Heiko Zacher vom Sportverein Rot-Weiß Reitwein zu den Initiatoren und jährlichen Organisatoren des Reitweiner Sportfestes. Beide sind auch engagierte Reitweiner Gemeindevertreteter. Als reine Ortssache hat es mit dem Projekt einst angefangen. Heute kommen Kinder aus anderen Dörfern und seit zwei Jahren auch Kinder und Jugendliche aus polnischen Partnergemeinden. Im sportlichen Vergleich miteinander haben sie bisher alle gewonnen, auch wenn der eine oder andere mal zu den Verlierern gehörte.

von Bärbel Kloppstech MOZ Seelow

Reitwein erhält Preis v.d. Stiftung der Sparkasse



Preis für Projekt "Sport statt Gewalt"

Von Bärbel Kloppstech
Märkisch-Oderland (MOZ) Die Stiftung der Sparkasse Märkisch-Oderland hat erstmals in diesem Jahr einen Stiftungspreis ausgelobt. Als erster Verein wurde der Sportverein Rot-Weiß Reitwein für das Projekt "Sport statt Gewalt" ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert.
Zusätzlich zu den seit acht Jahren durch die Stiftung ausgereichten Zuschüssen für gemeinnützige Projekte im Landkreis Märkisch-Oderland werde mit dem Stiftungspreis ein neuer Weg beschritten. Das unterstrich Dietrich Harms, Vorsitzender des Kuratoriums. "Die Vergabe soll einerseits auf Vereine aufmerksam machen, die sich öffentlich engagieren und für gemeinnützige Projekte einsetzen. Andererseits soll die Auszeichnung andere Vereine im Kreis in ihrer Arbeit ermutigen", betonte der Sparkassenchef von Märkisch-Oderland.
Das Projekt "Sport statt Gewalt" des Sportvereins Rot-Weiß Reitwein werde durch die Sparkasse Märkisch-Oderland seit 2001 unterstützt, weil es Kinder und Jugendliche zu sportlicher Freizeitgestaltung anhält, mittlerweile auch mit Teilnehmern aus Polen. Deshalb sei er sicher, dass die Stiftung mit ihrem neuen Preis die richtige Wahl getroffen hat und dass sie auch in den folgenden Jahren preiswürdige Projekte von Vereinen finden wird, unterstrich Dietrich Harms.
Den Preis nahmen die beiden "Väter" des Projektes Polizeioberkommissar Detlef Schieberle vom Frankfurter Bundespolizeiamt, das bereits aus Bundesgrenzschutzzeiten das Anliegen unterstützt, sowie Heiko Zacher, Schatzmeister des Reitweiner Sportvereins, entgegen. Das Projekt gibt es seit 1999. Anliegen sei es von Anfang an gewesen, sagte Detlef Schieberle, das Interesse der Kinder und Jugendlichen auf eine sinnvolle sportliche Freizeitgestaltung zu lenken, wie es der Name des Projekts "Sport statt Gewalt" ausdrückt. Alljährlicher Höhepunkt der sportlichen Aktivitäten im Rahmen des Projekts ist das Sportfest auf dem Gelände des Reitweiner Sportvereins. Neben Fußball, Volleyball, Tischtennis stehen auch unterhaltsame Wettkämpfe auf dem Programm. Unterstützt wird die Veranstaltung durch präventive Angebote der Bundespolizei zum Straßenverkehr und zur Kriminalität sowie durch den Kinderring Neuhardenberg.
Die Mitgliederzahlen des Reitweiner Sportvereins unterstreichen, dass das Projekt in den vergangenen Jahren Wirkung gezeigt hat, erzählt Heiko Zacher. Der Verein habe 130 Mitglieder, davon 90 aktiv Sport Treibende. "Der Preis ist für uns eine öffentliche Anerkennung unserer Arbeit", betont der Reitweiner. "Und das Geld können wir ebenso gut gebrauchen", verhehlt der Schatzmeister von Rot-Weiß nicht. "Zumal es in diesem Fall frei verfügbar ist und nicht gebunden an eine Vorgabe."
Der eigens für die Preisverleihung gestaltete Pokal aus Keramik wurde von der Künstlerin Christine Pfundt aus Buckow gestaltet. Er symbolisiere die vier Bereiche, die die Stiftung fördere - die Kunst, die Kultur, den Sport sowie die Kinder- und Jugendarbeit, erläuterte die Künstlerin vor den Gästen der Preisverleihung am Mittwochabend in der Gaststätte und Pension Wagner in Golzow. Als Gestalterin hoffe sie, dass er zum signifikanten Zeichen für den neuen Preis werde. Der Preis wird künftig alljährlich von der Sparkassenstiftung vergeben. Sie förderte in diesem Jahr fast 50 Projekte von gemeinnnützigen Vereinen mit 50 000 Euro.

Freitag, 19. Oktober 2007 (08:03)
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